Archive for Januar, 2008

Sehr flotte 2000er-Intervalle

Samstag, Januar 26th, 2008

Ich wusste gar nicht, dass ich so schnell laufen kann ;-) Trotz des “virtuellen” Laufpartners, meinem Forerunner 305, habe ich es mal wieder nicht geschafft, die vorgegebenen 9 Minuten für die Intervalle einzuhalten. Meine Zeiten: 8:47/8:33/8:42/8:26. Lauf eins und drei mit kräftigem Gegenwind, Lauf zwei und vier mit dem entsprechenden Rückenwind. Einerseits freut mich das natürlich, andererseits befürchte ich, dass die für mich viel zu schnellen Zeiten irgendwann in ein Übertraining führen. Trotzdem, manchmal kann ich einfach nicht langsamer laufen, schon gar nicht, wenn sich das Tempo “gut” anfühlt. Es war ja nicht an der Grenze und mein Puls auch nicht zu hoch für die Intervalle. Also, wer hat jetzt “Recht”, der Trainingsplan oder das eigene Gefühl… Jedenfalls stehen jetzt nur noch drei harte Einheiten an: der 10er-Tempoausdauerlauf am Dienstag in ca. 4:50 min/km, der lange Lauf über 26 km am Donnerstag und abschließend Dienstag in einer Woche wieder die 2000er-Intervalle; diese aber dann DEUTLICH langsamer, damit ich am Sonntag über die 20 km in Rheinzabern starten kann.

Windig

Dienstag, Januar 22nd, 2008

Meinen 8 km-Tempoausdauerlauf musste ich heute bei ziemlich kräftigem Wind absolvieren. Vorgenommen hatte ich mir einen Schnitt von 4:45 min/km, geworden sind es 4:41 min/km. Der erste Kilometer war mit 4:30 min viel zu schnell, aber aufgrund des Rückenwindes relativ locker. Die letzten 7 km hatten es dafür in sich. Durch die wechselnden Winde hatte ich ziemlich zu kämpfen, um mein Tempo halten zu können. Vielleicht wäre es vernünftiger gewesen, ein wenig langsamer zu laufen. Egal, ich war jedenfalls froh, als mein Forerunner 8 km anzeigte ;-) Positiv: Die Probleme an der Achillessehne wurden wohl nur durch falsches Schuhwerk ausgelöst und nicht durch zu hartes Training. Ich habe fast keine Probleme mehr, trotz der Tempoeinheiten in den letzten Tagen.

1000er-Intervalle

Samstag, Januar 19th, 2008

Trotz Bedenken wegen der Achillessehne haben die 1000er heute ganz gut geklappt. Schmerzen hatte ich gar keine. Fünf Stück sind es geworden, natürlich wieder einmal leicht zu flott. Geplant waren 5 x1000 m in 4:15 min, mit 400 m Trabpause. Meine Zeiten: 4:04/4:08/4:09/4:12/4:07. Also, Geschwindigkeit habe ich wohl noch nicht verloren, auch wenn die letzten 1000er-Intervalle schon über einen Monat her sind ;-) Dafür war es ziemlich windig, zum Glück eher von der Seite. Übers Wochenende ist nun Regeneration angesagt, bevor es Dienstag an den Tempoausdauerlauf geht, vermutlich 8 km in 4:45 min.

Langer Lauf

Donnerstag, Januar 17th, 2008

Bei meinem heutigen langen Lauf über 26,2 km in 5:47 min/km spürte ich den Wettkampf am Wochenende doch noch recht deutlich. Immerhin ging es besser als der regenerative 12er gestern, aber die letzten 5 km sind mir doch ziemlich schwer gefallen. Ok, der kräftige Gegenwind hat evtl. auch seinen Teil dazu beigetragen. Bis Samstag ist jetzt Erholung angesagt, damit ich die 4-5 x 1000 m überstehe.

Ein (hoffentlich) kleines Problem habe ich allerdings momentan mit der Achillessehne. Auf den letzten Kilometern hat sie doch ganz schön gezwickt und gestern Abend konnte ich an der Außenseite eine schmerzhafte Verdickung ertasten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass zu viel Training die Ursache ist, eher ein paar Laufschuhe, mit denen ich nicht so richtig zurecht komme. Seit den ersten Tempoläufen mit diesem Paar habe ich diese Beschwerden, und immer wenn ich sie anhabe, drückt die Fersenkappe schmerzhaft auf die Sehne. Ich vermute, dass sich dabei etwas entzündet hat.

Neue Bestzeit über 15 km: 1:06:38 h…

Sonntag, Januar 13th, 2008

… was aber auch kein Wunder ist, denn es war mein erster 15er ;-) Nein, aber im Ernst, für mich eine klasse Zeit, denn das bedeutet einen Schnitt um 4:27 min/km. Das bin ich letztes Jahr nicht einmal annähernd über 10 km gelaufen! Wenn ich das Tempo dieses Jahr auch über die Halbmarathon-Distanz halten kann, dann ergibt das eine Zeit unter 1:35 h. Dabei ist heute eigentlich gar nicht alles optimal gelaufen…

Morgens um 7 Uhr, nach gerade mal 4,5 Stunden Schlaf aufgestanden und aus dem Fenster geschaut: Nebel und -2 Grad. Warum muss es gerade heute so kalt sein??? Dann der Stress beim Eiskratzen; das Auto war heute wirklich ziemlich heftig zugefroren. Die Fahrt: Glatte Strassen. Die Anmeldung verlief hingegen zügig und nach ein paar Minuten warmlaufen geht es fast pünktlich um 10:06 Uhr auf die Strecke. Leider setzen sich die Läufer um mich herum erst nach ca. 10 Sekunden in Bewegung und auf den ersten 300 Metern ist aufgrund der Läuferdichte nicht an überholen zu denken. Mist, jetzt “jogge” ich hier mit einem Schnitt von über 5 min/km herum und komme an keinem vorbei. Erst nach etwa einem halben Kilometer kann ich mein Tempo finden und rette mich noch auf eine 4:38, wobei ich die zweite Hälfte des ersten Kilometers wohl in 4:00 min/km gelaufen sein muss…
Die ersten Kilometer gehen recht gut, obwohl aus dem Training heraus und mit angeschlagener Achillessehne. Aber es ist glatt, verdammt glatt. Den ganzen Lauf über gibt es immer wieder Stellen, an denen man sich kaum vom Boden abdrücken kann, weil man einfach wegrutscht. Meine Zeiten sind nun recht konstant bei ca. 4:30 min/km. Die verlorene Zeit am Start arbeite ich langsam bis km 9 ab und bei km 10 komme ich mit 44:56 min durch, was bis vor zwei Wochen eine neue Bestzeit gewesen wäre :o ) Allerdings denke ich jetzt doch manchmal, es könnte knapp werden. Werde ich das Tempo halten können? Nach 10 Kilometern wollte ich eigentlich schauen, was geht. Nach einem kurzen Versuch, das Tempo anzuziehen, besinne ich mich recht schnell eines besseren. Fünf Kilometer sind noch ein weiter Weg. Die Beine werden jetzt schwerer aber mein Puls… der ist heute extrem niedrig, geht kaum über 162. In Backnang war ich fast konstant über 170. Das muss gehen. Der letzte Wendepunkt, die letzten zwei Kilometer. Trotz der Glätte verschärfe ich mein Tempo jetzt nun doch noch und komme mit flott gelaufenen 4:17 min bzw. 4:13 min auf den letzten beiden Kilometern nach 1:06:38 h ins Ziel. Kraft ist noch genug da. Wahnsinn, es hätte noch schneller gehen können, aber es war für heute genau richtig. Ich bin nicht an meiner Grenze gelaufen und es hat richtig Spaß gemacht. Nach dem Zieleinlauf wird schnell noch eine Waffel und ein Käsebrötchen verspeist, zusammen mit einem heißen Tee. Und dann geht es auf den Weg nach Hause, auf dem ich mein Auto nur durch eine “fahrerische Glanztat” davon abhalten kann, in einer vereisten Kurve den Abflug zu machen :-) ))

In den nächsten Monaten heißt es also Tempo halten, und die 1:30 h bei der Winterlaufserie (ebenfalls in Rheinzabern) anzupeilen. Und dann geht es am 18. Februar ins Marathontraining für Würzburg.

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2000er

Dienstag, Januar 8th, 2008

Heute standen zum ersten Mal richtig schnelle 2000er-Intervalle auf dem Programm, um die Schnelligkeit hinsichtlich der 15 km am Sonntag und der 20 km im Februar zu halten. Prinzipiell lief es ganz gut, aber ich hatte leichte Probleme am linken Fersenansatz, evtl. eine leichte Überlastungserscheinung. Die Zeiten waren sehr flott: 8:56/8:47/8:51/8:49 mit jeweils fünf Minuten Pause. Geplant hatte ich sie in 9 Minuten. Da ich auch nicht unbedingt an meiner Leistungsgrenze war, bin ich guter Dinge ;-) Der Lauf am Sonntag wird zwar nicht so schnell werden, weil aus dem Training heraus gelaufen. Aber die Grundform für das Marathontraining dann im Februar/März/April schient zu stimmen.

Langer Lauf

Freitag, Januar 4th, 2008

Heute stand der erste lange Lauf des Jahres an. 26,2 km in 5:48 min/km. In diesem Tempo (5:50 min/km) möchte ich dieses Jahr alle langen Läufe absolvieren, nachdem ich 2007 im 6er-Schnitt gelaufen bin. Für mein Ziel, im Herbst den Marathon unter 3:30 h zu laufen, ein absolutes Muss. Das höhere Tempo hat mir zwar zunächst schwere Beine beschert, dennoch war es irgendwie psychisch weniger anstrengend. Ich bin guter Dinge, dass ich die Temposteigerung gut verkraften werde. Bis zum Würzburg Marathon Ende April werde ich die Distanzen auf 35 km steigern.

Jahresrückblick

Mittwoch, Januar 2nd, 2008

Das alte Jahr ist nun zu Ende und meine sportlichen Ziele habe ich durchwegs erreicht. Als ich im Februar mit dem Sprinttraining aufgehört habe, ging es mir zunächst einmal nur um den Spaß am Laufen und darum, meine 18 Jahre alte 10km-Bestleistung von 48:37 min zu verbessern. Vor allem aber wollte ich endlich das tun, was mir Spaß macht. Ein Ausdauerlauf fordert mich doch körperlich und psychisch viel mehr als ein Sprinttraining. Aufgefallen war mir das schon seit langer Zeit, aber die Konsequenzen habe ich erst gezogen, als die Leistung im Sprintbereich nicht mehr stimmte. Von Spaß am Training konnte man schon länger nicht mehr sprechen. Wenn, dann waren es die Tempo- oder Waldläufe, die mir Spaß gemacht haben.

Nach ca. vier Wochen Training konnte ich dann beim Hördter Auwaldlauf tatsächlich meine 10km-Bestzeit um 2 Sekunden verbessern ;-) Und dann wollte ich plötzlich mehr, aber alles noch ohne konkrete Trainingsplanung.
Durch umhersurfen im Internet kam ich irgendwie auf den Berliner Halbmarathon Anfang April. Es reizte mich, immer längere Strecken zu laufen. Mit nur drei Läufen mit einer Gesamtlänge von über 10 km (max. 17 km), gelang es mir auf Anhieb, die 21,1 km unter zwei Stunden zu laufen (1:53:12 h). Auf der Heimfahrt  legte ich dann sozusagen den Grundstein für meine weitere Läuferkarriere. Das kurz vor der Abfahrt gekaufte Buch über den Marathon, las ich fast komplett durch und der Wunsch, einmal einen Marathon zu laufen wurde immer größer, bis ich mich schließlich noch im April für den Berlin-Marathon im September anmeldete.

Zunächst wollte ich jedoch an meiner Grundschnelligkeit feilen und über lange Läufe die Grundlage für den Marathon schaffen. Die langen Läufe steigerte ich langsam von 20 km auf 30 km, wobei mir die Kilometer zwischen 23 und 26 enorm schwer fielen. Meinen ersten 30er bei über 30 Grad Hitze, habe ich kaum durchgestanden. Zudem machte ich im April/Mai den Fehler, zu schnell zu viel zu wollen und so lief nicht alles so, wie ich es wollte. Einen richtigen Sprung nach vorne machte ich erst im Juli, nach unserem Urlaub in Ungarn, in dem ich mir ein wenig Pause gönnte. Beim Mitternachtslauf in Albersweiler konnte ich auf einer extrem bergigen Strecke (8,2 km) eine Zeit von 38:27 min erzielen, was auf 10 km hochgerechnet 46:53 min ergibt.

Nur eine Woche später ging es an die 10 wöchige Marathonvorbereitung für Berlin. Ich konnte ohne größere Probleme die Trainingsvorgaben für eine Zielzeit von 3:30 h erfüllen und auch die langen Läufe bis auf 35 km steigern. Auch meine Bestzeiten über 10 km und den Halbmarathon verbesserte ich auf 46:08 min bzw. 1:41:31 h. Spätestens nach diesem Halbmarathon war mir klar, dass ich mein großes Ziel erreichen konnte: Den Marathon durchstehen und wenn möglich unter vier Stunden bleiben. Ein recht großes gesundheitliches Problem ergab sich allerdings zwei Wochen vor dem großen Tag, als ich nach meinem letzten langen Lauf Hüftprobleme bekam, die ich nur mit viel Voltaren bekämpfen konnte. Diese Hüftschmerzen habe ich noch heute. Der Marathon lief dann aber wie geplant. Aus der Zielzeit von vier Stunden wurde eine 3:49:46, wobei ich noch längst nicht am Limit war. Somit stand das Ziel für die nächsten Jahre im Prinzip schon fest: 3:00 h im Jahr 2010 ;-) Naja, schaun mer mal…

Die nächsten Wochen waren dann wieder von leichter Übermotivation gekennzeichnet, zu schnell wollte ich wieder zu viel und es gab Tage, an denen ich mich fragte, wo die Form geblieben ist. So ein Marathonlauf hinterlässt anscheinend seine Spuren. Auch mit der Hüfte hatte ich immer wieder zu kämpfen und musste zwei geplante 10 km-Wettkämpfe absagen. Aber meiner Zeit über 10 km wollte ich dieses Jahr unbedingt noch verbessern und so nahm ich mir den Silvestertag für dieses Ziel vor. In den 7 Wochen Training zog ich das Tempo gerade bei den Tempoläufen noch ein wenig an und erreichte am 31.12.2007 dann tatsächlich eine Fabelzeit von 43:32 min in Backnang. Und das trotz bergiger Strecke.

Mein Sportjahr 2007 war also ein voller Erfolg. Das Sprinttraining vermisse ich in keinster Weise und ich vergleiche mich auch nicht mehr mit anderen Sportlern, sondern trainiere für mich. Ein Zurück ist daher für mich undenkbar, gerade weil ich für die nächsten Jahre noch große Ziele habe.

Zum Abschluss noch eine Grafik über meine Laufkilometer in diesem Jahr, insgesamt waren es 2508 seit Februar.

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