42:32 min beim Volkslauf in Leimersheim
Sonntag, Juni 1st, 2008Schwierig zu sagen, was ich mit dieser Zeit anfangen soll. Ich habe mich heute ein wenig kraftlos gefühlt und bin wohl auch ein bisschen zu schnell angegangen für meine momentane Verfassung. Eine Rolle kann auch das warme Wetter gespielt haben, aber ich denke, ich habe in der Zeit nach dem Marathon einfach zu viel gemacht. Da auch die Schmerzen an der Plantarsehe nach dem Lauf deutlich schlechter geworden sind, habe ich mich jetzt dazu entschieden, in den nächsten Wochen langsamer zu machen und komplett auf Tempoeinheiten zu verzichten. In sieben Wochen beginnt ja bereits das Marathontraining für Berlin und da möchte ich absolut nichts riskieren. So wie es jetzt aussieht, könnte es ohnehin problematisch werden mit der Verletzung. Dennoch hier mein Laufbericht für heute:
Als wir in Leimersheim ankommen, steht die Sonne schon hoch am Himmel und auch die letzten Nebelschwaden haben sich verzogen. Eigentlich gerade nicht mein Wetter für einen Wettkampf, denn bei solchen Verhältnissen bin ich meist auf den letzten Kilometern ziemlich eingegangen. Um 9:45 Uhr starte ich zum ersten Mal meinen neuen Forerunner 405 und bin gespannt, wie sich dieser beim Wettkampf bewähren wird. Der erste Kilometer geht flott in 4:05 min, also etwa 7 Sekunden schneller als geplant. Schon jetzt ist mir fast klar, dass ich reduzieren muss und dieses Tempo keinesfalls halten kann. Die Atmung ist heute schon ganz schön aktiv und das sollte sich auf dem nächsten Kilometer noch verschlechtern. Kilometer 2 ist dann mit 4:14 min tatsächlich auch um einiges langsamer. Bis Kilometer 5 (Wendepunkt) verläuft die Strecke nach Norden auf dem Rheindamm und meine Zeiten bleiben ziemlich konstant um 4:12 min/km. Beim Erreichen des Wendepunkts bin ich noch 10 Sekunden schneller als geplant, aber die Kräfte lassen schon deutlich nach. Als ich bei Kilometer 6 erst wieder nach 4:19 min/km durchkomme, gebe ich die Hoffnung auf eine neue Bestzeit auf, die ist heute einfach nicht drin. Auf den letzten Kilometern geht es mir also nur noch darum, mit einer möglichst akzeptablen Zeit ins Ziel zu kommen. Was den Puls angeht, so komme ich heute nicht über 169 hinaus, was für mich nur bedeuten kann, dass ich einfach zu viel und zu schnell trainiert habe in den letzten Wochen. An meine Grenzen komme ich heute jedenfalls nicht bzw. kann meine Bestform nicht abrufen. Auf den letzten Kilometern pendeln meine Zeiten jetzt nur noch um die 4:20 min, mit einem Ausreiser für Kilometer 9 (4:28 min) und einem wieder etwas flotterem Schlusskilometer in 4:16 min/km. Meine Endzeit beträgt dann 42:32 min, immerhin meine drittbeste jemals gelaufene Zeit über 10 Kilometer.
Mein Fazit lautet heute also: Langsamer machen und keine Wettkämpfe in den nächsten Wochen, auch wenn es schwer fallen wird
Wichtig ist jetzt erst einmal, dass die Plantarsehne möglichst bald wieder in Ordnung kommt! Der Forerunner 405 leistete seine Arbeit übrigens gut, ob er sie besser gemacht hat als sein Vorgänger kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Ich werde in den nächsten Wochen ein paar Läufe mit beiden Geräten am Arm unternehmen.