Heute habe ich einmal etwas Neues ausprobiert, 6 x 1000 m nach dem Tempoflexprinzip von Peter Greif. Sein Training soll ja ziemlich hart sein, dafür aber auch zum Erfolg führen. Interessant finde ich die andere Gestaltung der Intervallläufe gegenüber den einfachen, in konstantem Tempo gelaufenen. Das System ist gerade für mich interessant, da ich eindeutig Defizite im Bereich unter 4:00 min/km habe. Das Prinzip der Tempoflexläufe funktioniert folgendermaßen: Die Läufe 1 - 5 werden zwar insgesamt immer langsamer (bei mir von 3:47 min bis 4:07 min), dafür wird allerdings bei jedem Lauf das Tempo alle 200 m gesteigert. Und das bei jedem Lauf heftiger, was bedeutet, dass der erste Lauf recht schnell beginnt und nur moderat schneller wird (3:57 min/km bis 3:37 min/km). Der letzte Lauf hingegen beginnt EXTREM langsam (4:57 min/km) und endet mit einer Geschwindigkeit von 3:17 min/km(!) auf den letzten 200 m. Dadurch soll die Tempohärte geschult und die Fähigkeit erworben werden, das Tempo in einem Wettkampf zu verändern.
Also, ich fand das Training ziemlich gut, wenn auch recht anstrengend. Ach so, die Trabpausen zwischen den Läufen beträgt je einen Kilometer. Vom Gefühl her waren die ertsen beiden Läufe die schlimmsten, danach wurde es stetig besser. Ein wenig Probleme hatte ich allerdings damit, die immer langsamer werdenden Anfangstempi einzuhalten. Insgesamt kam das mit den geforderten Zeiten aber ziemlich genau hin, wobei ich die hohen Endgeschwindigkeiten als ehemaliger Sprinter doch gar nicht als so schlimm empfand
Und was ist mit der 6. Wiederholung? Tja, das ist dann nochmal der Hammer zu Abschluss. Nach einer letzten Trabpause von einem Kilometer soll dieser in der maximal möglichen Geschwindigkeit gelaufen werden… naja, ich habe etwa in einem Tempo von 3:30 min/km begonnen, war aber dann dermaßen am Anschlag, dass ich mit 3:43 min ins Ziel gekommen bin. Das war wirklich miaximal!
Jetzt bin ich nur gespannt, wie ich dieses Training verkrafte. Hinterher war ich jedenfalls eindeutig “fertiger” als nach normalen 1000er-Intervallen. Aber was macht man nicht alles für eine sub 40
Das Tempoflex-Spielchen gibt es übrigens auch für 4 x 2000 m und 3 x 3000 m. Geplant habe ich das dann auch für die nächsten zwei Wochen.