Fast unglaublich und nicht geplant aber doch wahr: Heute bin ich beim Haveluferlauf in Potsdam mit 39:47 min meine erste Zeit unter 40 Minuten gelaufen! Das ist natürlich absolute Bestzeit und war wie gesagt überhaupt nicht vorhersehbar. Aber der Reihe nach…
Während unseres Kurzurlaubs in Berlin stand am Sonntag der 10 km-Vorbereitungswettkampf auf meinem Trainingsplan. Da traf es sich natürlich ganz gut, dass in Potsdam der Haveluferlauf stattfand. Soweit ich mich informieren konnte, sollte die Strecke ziemlich flach und landschaftlich schön sein, immer entlang der Havel auf einer Wendestrecke. Ein wenig Sorgen bereitete mir nur dass Wetter, es sollte zwar sonnig, dafür aber kühl und windig werden. Ostwind. Das würde auf den ersten 5 km Gegenwind und zurück Rückenwind bedeuten. Nicht optimal, aber abwarten. Manchmal kommt es ja ganz anders, als man denkt. So war ich dann auch nach der Anreise per U-Bahn/Strassenbahn positiv überrascht, wie warm sich doch 10 Grad in der prallen Sonne anfühlen konnten. Damit war es ganz klar ein Lauf für kurze Sachen. Der Wind wehte zwar spürbar aber darüber machte ich mir jetzt erst einmal keine Sorgen mehr.
Los ging es um 10:30 Uhr im Stadion von Lok Potsdam, wobei die ersten 500 m auch dort gelaufen wurden, ebenso wie die letzten 500 m. Vorgenommen hatte ich mir, in etwa 4:06 min/km anzugehen, was heute auch ganz gut klappte. Aber schon der zweite km war schneller bis km 5 näherte ich mich der 4 min/km-Marke an. Ganz im Gegensatz zum letzten 10er, bei dem ich schon nach 3 bis 4 Kilometern zu kämpfen hatte, fühlte ich mich heute richtig wohl. Die Strecke war top ausgebaut und absolut eben. Auch der Wind war nicht mehr wirklich spürbar. Besser noch, es fühlte sich fast so an, als ob es leicht abwärts gehen würde. Jedenfalls muste ich ein wenig aufpassen, es mit dem Tempo nicht zu übertreiben. Bei km 5 hatte ich eine Durchgangszeit von 20:16 min und fühlte mich noch immer gut. Ein sehr gutes Zeichen, denn das deutete auf eine tiefe 40er-Zeit hin. Bis km 8 verlor ich nur eine Sekunde und ich fragte mich: “warum versuchst Du es heute nicht einfach. Gib einfach mal ein bisschen mehr Gas auf den letzten zwei Kilometern!” Gesagt getan, nach 32:17 min bei km 8 zog ich das Tempo spürbar an und kam bei km 9 nach 36:02 min an. Spätestens jetzt wusste ich, wenn nicht heute, wann dann? An einem Einbruch war nicht zu denken, ich konnte das hohe Tempo von ca. 3:45 min/km gut halten. Jetzt kamen die letzten 800 m, die zugegeben etwas hart waren. Ich weiß nicht, ob ich das Tempo bis zum Ende durchgezogen hätte, wäre da nicht die Aussicht auf eine 39er-Zeit gewesen… Dann ging es wieder ins Stadion, die letzten 500 m. Bei 400 m wusste ich mit absoluter Sicherheit, dass es reichen würde. Ich müsste schon mehr als stolpern, wenn ich diesen Vorsprung noch einbüßen sollte. Dennoch zog ich zur Sicherheit das Tempo bis zum Ende durch und konnte mich im Ziel dann üebr eine 39:47 min freuen.
Es hat eine Weile gedauert, bis ich das realisiert habe: sub40! Das war überhaupt nicht geplant und ich war mir fast sicher, dass ich dazu nicht in der Lage sein würde. 40:30 min vielleicht, aber sub40? Damit hätte ich nie gerechnet. Andererseits passt jetzt endlich einmal meine 10er-Zeit zu meinen Halbmarathonzeit. Wenn man das jetzt auf den Marathon umrechnet, würde eine Zeit zwischen 3:05 und 3:10 min herausspringen. Das ist schon verdammt nahe an der 3h-Grenze. Nach diesem Lauf bin ich wirklich guter Dinge, die sub3 vielleicht nächstes Jahr knacken zu können. Heute Abend wird aber erst einmal die sub40 gefeiert!