Archive for September, 2009

Training Kalenderwoche 39

Sonntag, September 27th, 2009

Die erste Woche nach dem Marathon war natürlich erst einmal durch Ausruhen und Genießen des Erfolges geprägt. Bis einschließlich Dienstag waren wir noch in Berlin; zwei Tage, an denen mir das Laufen sowas von egal war ;-) Mittwochs bin ich das erste Mal wieder für lockere 8 km auf die Piste gegangen. Freitags dann schon wieder für 12 km, diese aber mit einem enorm hohen Puls von 140! Vielleicht lag das noch am Marathon oder an einer kleinen Erkältung. Am Samstag bin ich schließlich für die Turnerschaft über 5.000 m beim Pfalz-DMM-Tag gestartet. Eigentlich sehr unvernünftig so kurz nach einem Marathon, zumal ich auch noch Probleme mit der Hüfte hatte. Immerhin, es ist mit 19:31 min eine deutliche neue Bestzeit geworden :-) Meine alte Zeit über 5 km (Strasse) lag bei 20:20 min. Aber das war es jetzt erst einmal für die nächsten Wochen mit Tempo. Jetzt ist definitiv Regeneration angesagt!

Mo: Pause
Di: Pause
Mi: 7,98 km in 43:06 min, Schnitt 5:24 min/km
Do: Pause
Fr: 11,93 km in 1:04:37 h, Schnitt 5:25 min/km
Sa: 5000 m in 19:31 h, 3,00 km ein-/auslaufen
So: 11,91 km in 1:04:45 h, Schnitt 5:26 min/km

Gesamt: 39,82 km

Pfalz-DMM-Tag

Samstag, September 26th, 2009

Die ersten zwei Tage nach dem Marathon habe ich erst einmal überhaupt nichts gemacht. Am Montag gab es wie gewohnt einen heftigen Muskelkater in den Oberschenkeln. Zum Glück kommt das nur zweimal im Jahr nach den Marathonläufen vor ;-) Am Mittwoch bin ich fast ohne Muskelschmerzen lockere 8 km getrabt, am Freitag nochmals 12 km. Deutlich zu spüren ist momentan die Müdigkeit in den Beinen, die gegen Ende der Läufe auftritt. Ein wenig Sorgen mache ich mir auch um die Regeneration der linken Hüfte. Trotz der geringen Belastung spüre ich immer noch einen leichten Schmerz. Von daher war es eigentlich wenig sinnvoll heute über 5.000 m beim DMM-Tag in Kaiserslautern zu starten. Aber gut, ich hatte mich schon vor Wochen überreden lassen, für die Turnerschaft zu starten. Da ich überhaupt keine Ahnung hatte, was ich über 5.000 m leisten kann nach einem Marathon und seit gestern auch noch einen Schnupfen hatte, nahm ich mir vor, das Rennen erst einmal langsam in 4:00 min/km zu beginnen. Die äußeren Bedingungen waren ziemlich gut, sonnig und knapp über 20 Grad. Nur der Athlet fühlte sich nicht gut ;-) Aber jetzt zum Lauf: Den ersten Kilometer absolvierte ich dann tatsächlich auch in 4:01 min. Ab jetzt wollte ich einfach schauen, was geht. Insgeheim hatte ich mit Zeiten um 3:50 min gerechnet. Dies ist mir allerdings nicht gelungen bzw. mein Rspekt vor der noch zu laufenden Strecke war einfach zu groß. Nachdem mir auf dem ersten Kilometer die Konkurrenten teilweise ein wenig davon gelaufen waren, steigerte ich mein Tempo nun auf ca. 3:55 min/km und konnte wieder aufschließen. Für mich war es ausschließlich wichtig, mein eigenes Rennen zu laufen und mich nicht von den anderen verrückt machen zu lassen. Etwa nach drei Kilometern konnte ich fast auf die beiden führenden aufschließen, die dann aber leider recht bald so eine Art Endspurt einlegten. Ich konnte mein Tempo bis 150 m vor dem Schluss halten, seit etwa km 2 mit einem Konkurrenten im Nacken. Ich konnte mir gut vorstelen, was er vor hatte. Ich muss zugeben, dass mich solche Situationen etwas verunsichern, da ich es nicht gewohnt bin, um Plätze zu laufen. Allerdings wusste ich auch, dass ich auf der Zielgeraden schwer zu schlagen sein würde. Dennoch wollte ich es so weit nicht kommen lassen. 150 m vor dem Ziel hatte ich noch genug Kraft um einen Endspurt hinzulegen, womit die Sache gegessen war ;-) Der letzte Kilometer ging so in 3:43 min weg. Meine Gesamtzeit betrug 19:31 min, was natürlich eine neue Bestzeit bedeutet. Meine alte, allerdings über 5 km auf der Strasse, lag bei 20:20 min. Zu meinem eigenen Erstaunen wurde ich mit dieser Zeit sogar dritter. Für die Mannschaft hat es allerdings leider nicht sehr viel gebracht; wir wurden nur dritter von drei Mannschaften. Man darf allerdings nicht vergessen, dass wir auf vielen Positionen nur notdürftig besetzt waren. So auch auf der 5000 m-Strecke. Denn wie kann es sein, dass ein ehemaliger Sprinter 5.000 m laufen mus :-) ))

Nach diesem Wettkampf erkläre ich die Saison endgültig für beendet! Im Moment werden genauere Pläne für das Wintertraining geschmiedet. Was jedoch fest steht, ist das Training für die nächsten drei, vier Wochen: nur locker traben. Und die Verletzungen auskurieren.

Training Kalenderwoche 38

Sonntag, September 20th, 2009

Mo: 11,27 km in 1:01:11 h, Schnitt 5:25 min/km
Di: Pause
Mi: 3 x 1500 m in 6:19/6:20/6:18 min, 3 min Gehpause, 4,54 km ein-/auslaufen
Do: 8,03 km in 44:58 min, Schnitt 5:26 min/km, Steigerungen
Fr: Pause
Sa: 5,13 km in 29:15 min, Schnitt 5:42 min/km, Steigerungen
So: Berlin Marathon 3:02:54 h

Gesamt: 75,67 km

Trotz aller Wiedrigkeiten: 3:02:54 h und neue PB!!!

Sonntag, September 20th, 2009

Ich nehme alles zurück, was ich in den letzten Tagen geschrieben habe ;-) Was auch immer unter anderen Umständen möglich gewesen wäre, mit meiner heutigen Zeit bin ich absolut zufrieden. Die Kurzzusammenfassung: herrliches Wetter am Start, später leider etwas zu warm. Erster Kilometer verbummelt, überhaupt nicht ins Rennen gekommen, schwere Beine bis km 17/18. Die Hüfte war bis dahin ok, auch wenn ich ein ungutes Gefühl hatte. Kurz vor der Halbmarathon-Marke lief es besser, die 3:00 h traute ich mich aber nicht anzugreifen. Dazu fehlte mir der Mut, hätte heute wohl auch nicht funktioniert. Bis km 37 lief es dann konditionell nahezu perfekt, auch danach habe ich kein Tempo eingebüßt aber die Beine wurden nun ziemlich schwer. Eine Schrecksekunde gab es bei km 27, als ich urplötzlich mehrmals ein ruckartiges Stechen in der angeschlagenen Hüfte verspürte. Für ca. einen Kilometer dachte ich jeden Moment, dass es das gewesen sein könnte. Ab km 30 ging es diesbezüglich wieder ein wenig besser. Da ich aber keinen Druck mehr hatte (die sub3 waren ja längst außerhalb der Reichweite), habe ich nun auch nicht mehr versucht, etwas über’s Knie zu brechen. Mit der Hüfte wollte ich nur noch ankommen. Die letzten 4 km waren hart. Ein kleiner Endspurt (bei dem ich mir auf der Ziellienie fast noch einen Wadenkrampf geholt hätte) hat mir noch zu einer sub 3:03 h verholfen. Nächstes Jahr hole ich mir dann aber wirklich die sub3!!

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Schnauze voll!

Samstag, September 19th, 2009

Schön langsam habe ich echt keine Lust mehr! Ich habe keine Ahnung, was morgen wird, ob ich überhaupt laufen kann und wenn ja, wie weit ich komme. Nein, es liegt nicht am Zahn, das ist es ja…

Seit heute Morgen hat sich die Sache mit dem Zahn zum positiven gewandelt. Die Entzündung ist eindeutig auf dem Rückweg. Zu spüren ist so gut wie gar nichts mehr. Dementsprechend gut gelaunt bin ich auch heute nochmals in die Stadt gegangen. Ein wenig lockeres Bummeln war angesagt. Ein kostenloses Nike-T-Shirt haben wir auch bekommen. Also alles perfekt. Meine Laune wurde von Stunde zu Stunde besser. Jetzt konnte ja nichts mehr schief gehen… so dachte ich.

Nachmittags stand noch der allerletzte lockere Lauf über 5 km an. Ich hätte ihn besser nicht gemacht… Schon nach wenigen hundert Metern verspürte ich wieder die Schmerzen in der linken Hüfte, die ich vor 4 Wochen schon einmal hatte. Danach konnte ich damals einen Tag nicht laufen und am übernächsten Tag auch nur weil ich die Stelle mit Voltaren eingeschmiert habe. So schlimm wie damals ist es wohl nicht, da ich deutlich kürzer und langsamer gelaufen bin. Aber die Schmerzen sind da und ich weiß, dass sie morgen auch noch da sein werden. Das Voltaren hilft bei mir auch immer erst nach ca. 36 Stunden, das kann man also vergessen. Jetzt heißt es einfach ruhig halten und morgen alles geben und evtl . aufgeben, wenn es nicht mehr geht. Ich nehme mir nun gar nichts mehr vor, nehme es einfach wie es kommt. Die ganze Sache ist aber typisch für die ganze Vorbereitung. Vielleicht soll es dieses Jahr einfach nicht mehr sein. Warten wir es ab. Meine Stimmung ist jetzt halt wieder am Nullpunkt angelangt. Es kotzt mich gerade einfach nur an. Wie es auch immer kommen mag, morgen nehme ich keine Rücksicht auf irgendwas und laufe solange die Hüfte mitmacht. Auch wenn ich danach keinen Schritt mehr gehen kann. Den Lauf morgen lasse ich mir nicht mehr kaputt machen, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Ankunft in Berlin

Freitag, September 18th, 2009

So, nachdem ich heute Nacht zur Sicherheit noch einmal eine Ibuprofen genommen habe, hatte ich den ganzen Tag völlig Ruhe. Die Schwellung am Zahnfleisch ist noch da aber schon nicht mehr so druckempfindlich. Am Zahn selbst spüre ich kaum noch etwas. Heute Morgen um 8 Uhr ging es dann mit dem Auto nach Berlin. Die Fahrt hat gut geklappt, um 15 Uhr waren wir im Hotel. Eine Stunde ging allerdings schon alleine für die Fahrt durch Berlin drauf. Der Verkehr ist hier wirklich katastrophal. Ohne TomTom hätten wir den Weg sicher nicht gefunden.

Im Anschluss sind wir dann gleich noch auf die Marathonmesse gefahren, um die Startunterlagen abzuholen. Dieses Jahr befindet sich diese im alten Flughafen Tempelhof. Im Gegensatz zu diesem Jahr ist die Anfahrt perfekt und auch die vielen Menschen verteilen sich gut auf dem großen Gelände. Viel Zeit haben wir dort jedoch nicht verbracht, da die Startnummernausgabe wie immer im letzten Eck war und alle Teilnehmer gezwungen waren, die komplette Messe zu durchqueren. Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber ich habe nach so einem “Marathon” keine Lust mehr, mir die Messe anzuschauen. Schade ist auch, dass der Veranstalter jedes Jahr geiziger wird, was die Verpflegung angeht. Das kenne ich von anderen Veranstaltungen nicht.

Wie auch immer, irgendwie fühle ich mich noch nicht so richtig zugehörig. Das liegt wohl daran, dass ich immer noch Zweifel habe, ob ich am Sonntag starten kann. Ein ziemlich komisches Gefühl. Ich bin auch schon die ganze Zeit am überlegen, ob ich so laufen soll wie geplant oder gleich meine Erwartungen reduzieren soll. Zudem soll es ja auch noch ziemlich warm werden. Keine Ahnung. Immerhin darf ich dieses Jahr zum ersten Mal aus Block C starten.

Abends waren wir noch eine Kleinigkeit essen (Kohlenhydrate und alkoholfreies Bier) und sind dann früh ins Bett gegangen.

Hoffnung?

Donnerstag, September 17th, 2009

Heute habe ich es erst einmal ganz zuhig angehen lassen. In der ersten Nachthälfte hatte ich nochmals Schmerzen, den ganzen Tag über dann nicht mehr. Ist das die Wende? Ich weiß aus Erfahrung bei einem anderen Zahn, dass so eine Entzündung kommt und geht. Ich lasse mir jetzt aber natürlich für die Zeit nach dem Marathon einen Termin beim Zahnarzt geben, weil das auf Dauer nicht besser wird. Aber wenigstens bis zum Sonntag kann doch Ruhe sein, oder? ;-) Mein ruhiger Lauf über 8 km klappte immerhin schon völlig ohne Ziehen oder Pochen. Dennoch ist nichts sicher. Nach Berlin werden wir aber auf alle Fälle mal fahren und dann weiter sehen. Morgen Früh geht es los.

3 x 1500 m im Marathontempo aber was wird am Sonntag?

Mittwoch, September 16th, 2009

Mit meinem Zahn geht es auf und ab, ebenso mit meiner Hoffnung und der Psyche. Mein Training konnte ich heute relativ schmerzfrei absolvieren, die Zahnschmerzen sind insgesamt auf einem niedrigen Niveua geblieben. Körperlich fühle ich mich fit und ausgeruht. Aber irgendwo befürchte ich auch, dass eine gute Zeit am Sonnatg zu vergessen ist. Zahnschmerzen kosten Kraft, das habe ich beim letzten Mal gespürt. Zum allem Übel habe ich an der Zahnwurzel dieses Zahns eine kleine Schwellung entdeckt, was auf eine Entzündung hindeutet. Ein eindeutiges Ausschlusskriterium. Mit einer akuten Entzündung werde ich nicht laufen am Sonntag. Verdammt! Muss das ausgerechnet jetzt sein? Meine Frau würde mich am liebsten zum Arzt schicken, aber der gibt mir dann nur Antibiotika und dann kann ich den Marathon gleich vergessen. Dann lieber noch ein mal eine Ibuprofen nehmen, die ja auch entzündungshemmend ist und noch einen Tag abwarten. Immerhin war es heute nicht mehr so schlimm wie gestern Abend.

Tapering und Zahnschmerzen

Dienstag, September 15th, 2009

Gestern bin ich nochmals 11 km locker mit Steigerungen gelaufen. Das Ziehen im Zahn hat sich nach wie vor nicht verändert bis heute Abend. Im Gegensatz, heute Morgen dachte ich noch, es würde endlich besser werden. Bis heute Nachmittag hatt ich Ruhe. Am Abend wurde es allerdings plötzlich schlimmer und für einige Stunden ziemlich übel. Zum ersten Mal kommen mir nun Zweifel, ob das bis zum Sonntag wieder wird. Im Moment bin ich einfach nur frustriert. Nach all dem harten Training und den ganzen Problemen sollen mich jetzt Zahnschmerzen zur Aufgabe zwingen? Für die Nacht werde ich erst mal eine Ibuprofen nehmen und morgen weiter sehen. Zum Zahnarzt werde ich, wie gesagt, vorher nicht mehr gehen. Mit so etwas habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Ich ziehe das jetzt bis zum Wochenende durch.

Training Kalenderwoche 37

Sonntag, September 13th, 2009

Das war nun die vorletzte Trainingswoche. Das entscheidende Element in dieser Woche waren natürlich die 3 x 5000 m, mit denen ich sehr zufrieden bin. Meine Form ist gut. Die restlichen Läufe waren alle locker und auch der lange Lauf am Sonntag war mit 27 km schon bedeutend kürzer. Ein wenig “schockiert” war ich am Samstag von meiner Schwerfälligkeit beim lockeren 13er. Solche Dinge sind mir immer unerklärlich, erst Recht, wenn man zwei Tage vorher kaum trainiert hat. Ich denke aber, diese Schlappheit gehört zum Tapering dazu. Insgesamt sind es bis zum Marathon nun nur noch 33 km, die alle locker gelaufen werden. Mittwoch wird mit 3 x 1500 m noch einmal ganz kurz das Marathontempo angetestet.

Mo: 10,01 km in 45:19 min, Schnitt 4:31 min/km, 7,50 km ein-/auslaufen
Di: 7,70 km in 41:33 min, Schnitt 5:23 min/km
Mi: 3 x 5000 m-Intervalle in 20:32/20:39/20:45 min, 7,21 km ein-/auslaufen
Do: Pause
Fr: 7,92 km in 43:02 min, Schnitt 5:26 min/km
Sa: 13,25 km in 1:11:32 h, Schnitt 5:23 min/km, 4 Steigerungen
So: 27,33 km in 2:22:04 h, Schnitt 5:11 min/km

Gesamt: 95,92 km