Auwaldlauf Hördt

Mit meiner heutigen Zeit von 39:07 min bin ich nur halbwegs zufrieden. Eigentlich hatte ich mir ein wenig mehr erwartet. Ok, die Rahmenbedingungen waren vielleicht nicht ganz optimal. Am letzen Wochenende war ich ja noch leicht krank gewesen und musste meinen Trainingsplan anpassen. Die Tempoeinheit vom Mittwoch war so auch einen Tag später als sonst, was natürlich weniger Erholung bedeutete. Immerhin haben sich die schlimmsten Befürchtungen, was das Wetter angeht, nicht bewahrheitet. In der Nacht von Samstag hatte es noch fast 10 cm geschneit. Der größte Teil ist allerdings schon am selben Tag wieder geschmolzen. So war die Strecke heute Morgen komplett schneefrei, dafür war es kalt (-3 Grad) und windig. Also alles in allem nicht gerade die besten Bedingungen.

Der Start erfolgte also um 10 Uhr bei Minusgraden aber schönem Sonnenschein, der einen nicht so frieren ließ. Auf dem ersten Kilometer hatten wir Rückenwind, den ich ein wenig ausnutzen wollte. Wie das ganze Rennen über fühlte sich mein Tempo allerdings heute viel schneller an, als es wirklich war. Für eine Zeit unter 39 Minuten hätte ich einen Schnitt < 3:54 min/km laufen müssen. Nach dem ersten Kilometer hatte ich allerdings trotz Rückenwind schon 3:57 min/km auf der Uhr. Das hat mich erst einmal verwundert. Als dann der zweite Kilometer mit teilweise Gegenwind in 4:05 min/km weg ging, hatte ich den Lauf innerlich schon abgehakt. So kam es dann wohl auch, dass ich die restlichen 8 Kilometer nie das Gefühl hatte, an der Grenze zu laufen. Es hat heute eindeutig der Mut gefehlt, alles zu geben. Bis zur Hälfte zog sich das Ganze dann so hin. Bei leichtem Gegenwind bis km 6 hatte ich zur Halbzeit 19:49 min stehen. Das wäre also eine 39:38 geworden. Nicht gut, dachte ich mir ;-) Beim Richtungswechsel ab km 6 konnten wir dann schließlich vom Rückenwind profitieren und so wurde das Rennen auch gleich wieder schneller. Ziel hatte ich leider keins mehr, die 39 Minuten waren aus der Reichweite. Auch war es ein ziemlich einsames Rennen. Ab km 2 bis zum Ende überholte ich nur einen Läufer und wurde selbst von keinem mehr überholt. Bis km 8 lief ich pausenlos in einem Abstand von ca. 10 m hinter zwei Läufern her. Kraft und Motivation hatte ich zum Überholen nicht. Erst bei km 8, als es dem Ende zuging, konnte ich einen der beiden überholen, der andere setzte sich weiter ab. Bei km 9 wollte mein Konkurrent wieder an mir vorbei ziehen und so wurde es doch noch ein schneller letzter Kilometer ;-) Die 3:38 min bis zum Ziel haben mir eine gute Zeit gerettet. Allerdings bin ich die letzten zwei Kilometer fast ausschließlich auf den Ballen gelaufen, was mir vermutlich auch die starken Wadenschmerzen im Ziel beschert hat. Noch Stunden später konnte ich kaum gehen.

Der Lauf an sich war also… naja. Dafür kann ich mich über den 15. Platz in der Gesamtwertung und über den Tagessieg in meiner Altersklasse freuen ;-) Dafür gab es hinterher noch eine kleine Ehrung mit einem Präsent. Auch ein Novum für mich. Schließlich laufe ich ja nicht um Platzierungen und bin ja eigentlich ein ehemaliger Sprinter ;-) )) Aber warum nicht. Wie auch immer, ich traue mir an einem guten Tag eine wesentlich bessere Zeit zu!!! In den nächsten Wochen geht es aber erst mal darum, die Halbmarathondistanz vorzubereiten. Der nächste Wettkampf ist dann der Berliner Halbmarathon in drei Wochen.

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